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Nicht jedes Bauprojekt ist eine echte Verkaufschance

Timo Jacobi
Timo Jacobi

Du kennst das Spiel: Du bist im Objektvertrieb unterwegs, jagst dem nächsten Auftrag hinterher und am Ende zählst du gefühlt nur noch die Steine – Umsatzdruck, Margenverhandlungen, und der Wettbewerb schläft auch nicht. Aber hey, es gibt einen Weg, wie du dich aus diesem Hamsterrad befreien und wieder strategisch am Erfolg mitwirken kannst. Und nein, es geht nicht um noch mehr Kaffeetrinken mit Architekten.

Das Problem: Die ewige Jagd nach dem niedrigsten Preis

Klar, der Preis ist wichtig. Doch definierst du dich nur darüber, wirst du zum Getriebenen. Der Einkäufer reibt sich die Hände, die Margen schrumpfen und deine Expertise? Die bleibt auf der Strecke. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch kurzsichtig. Denn Projekte, die nur über den Preis gewonnen werden, sind oft die mit den größten Problemen später. Nachträgliche Änderungen, Qualitätsmängel, Bauverzögerungen – die Liste ist lang. Und wer darf dann die Suppe auslöffeln? Richtig, du.

Die Lösung: Vom Steinezähler zum strategischen Partner

Der Schlüssel liegt darin, dich vom reinen Produktverkäufer zum strategischen Partner zu entwickeln. Klingt abgedroschen? Ist es aber nicht. Es geht darum, den Fokus zu verschieben: Weg vom reinen Produkt, hin zur Lösung. Weg vom reinen Preis, hin zum Mehrwert. Und weg von der reaktiven Auftragsjagd, hin zur proaktiven Projektgestaltung.

1. Frühzeitig ins Spiel kommen: Networking und Beziehungsmanagement auf Augenhöhe

Du kennst die Faustregel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Im Objektvertrieb bedeutet das: Sei frühzeitig in die Planung involviert. Aber wie schaffst du das, ohne aufdringlich zu wirken?

  • Netzwerken ist Pflicht: Besuche Branchenveranstaltungen, Fachmessen und Architektenforen. Doch nicht nur, um Visitenkarten zu verteilen. Nutze die Gelegenheit, um echte Beziehungen aufzubauen. Sprich mit Architekten, Planern und Bauherren über ihre Herausforderungen und Visionen. Zeige echtes Interesse und biete deine Expertise an.
  • Beziehungsmanagement ist Kür: Pflege deine Kontakte. Ein kurzes Telefonat, eine informative E-Mail, ein gemeinsames Mittagessen – kleine Gesten halten die Verbindung warm. Und wenn ein Projekt ansteht, bist du bereits im Hinterkopf.
  • Wissensvorsprung nutzen: Teile dein Wissen. Verfasse Fachartikel, halte Vorträge oder biete Workshops an. Positioniere dich als Experte in deinem Bereich. So wirst du nicht nur als Verkäufer, sondern als Berater wahrgenommen.

Praxisbeispiel: Stell dir vor, du bist im Bereich Fassadenbau tätig. Statt nur deine Produkte anzupreisen, informiere Architekten über die neuesten Trends im Bereich energieeffizientes Bauen. Zeige ihnen, wie sie mit deinen Fassadensystemen nicht nur die Energieeffizienz verbessern, sondern auch die Ästhetik ihrer Gebäude aufwerten. Und biete ihnen an, gemeinsam ein Konzept für ein konkretes Projekt zu entwickeln.

2. Mehrwert statt Marge: Die Kunst der Nutzenargumentation

Der Preis ist wichtig, aber er ist nicht alles. Definierst du dich nur über den Preis, wirst du austauschbar. Lege stattdessen den Fokus auf den Mehrwert, den deine Produkte oder Dienstleistungen bieten.

  • Kenne deine Zielgruppe: Wer sind die Entscheidungsträger? Was sind ihre Prioritäten? Was sind ihre Pain Points? Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto besser schneidest du deine Argumentation darauf zu.
  • Sprich die Sprache deiner Kunden: Vermeide Fachjargon und konzentriere dich auf die Vorteile, die deine Kunden wirklich interessieren. Erkläre, wie deine Produkte oder Dienstleistungen ihre Probleme lösen und ihre Ziele erreichen, statt über technische Details zu sprechen.
  • Quantifiziere den Mehrwert: Versuche, den Mehrwert deiner Produkte oder Dienstleistungen in Zahlen auszudrücken. Wie viel Energie sparen deine Kunden? Wie viel Zeit sparen sie ein? Wie viel Geld sparen sie ein? Je konkreter du den Mehrwert darstellst, desto überzeugender bist du.

Praxisbeispiel: Du verkaufst Dämmstoffe. Statt nur den Preis pro Quadratmeter zu nennen, zeige deinen Kunden, wie viel Heizkosten sie durch den Einsatz deiner Dämmstoffe sparen. Berechne die Amortisationszeit und präsentiere ihnen eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse. So wird der Preis zur Nebensache und der Mehrwert zum entscheidenden Faktor.

3. Digitale Werkzeuge nutzen: Leadgenerierung und Content-Marketing

Der Objektvertrieb ist längst nicht mehr nur eine Frage von persönlichen Kontakten. Die Digitalisierung hat auch hier Einzug gehalten. Nutze die Möglichkeiten des Online-Marketings, um neue Leads zu generieren und deine Expertise zu präsentieren.

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Sorge dafür, dass deine Website bei relevanten Suchbegriffen gut gefunden wird. Optimiere deine Inhalte für Suchmaschinen und nutze relevante Keywords.
  • Content-Marketing: Erstelle hochwertige Inhalte, die deine Zielgruppe interessieren. Blogartikel, Whitepapers, Case Studies, Videos – die Möglichkeiten sind vielfältig. Teile deine Inhalte über Social Media und baue dir so eine Community auf.
  • Leadgenerierung: Biete deinen Besuchern kostenlose Inhalte im Austausch für ihre Kontaktdaten an. So generierst du qualifizierte Leads, die du im nächsten Schritt persönlich kontaktieren kannst.

Praxisbeispiel: Du bist Hersteller von Brandschutzsystemen. Du erstellst einen Blogartikel zum Thema "Brandschutz im Holzbau" und bietest ihn auf deiner Website zum Download an. Im Gegenzug fragst du die E-Mail-Adresse und den Namen des Besuchers ab. So generierst du qualifizierte Leads, die du im nächsten Schritt persönlich kontaktieren und über deine Produkte informieren kannst.

4. Erfolgsmessung und Optimierung: Kennzahlen im Blick behalten

Was nicht gemessen wird, wird nicht verbessert. Das gilt auch für den Objektvertrieb. Definiere klare Kennzahlen und überwache regelmäßig deinen Erfolg.

  • Leadgenerierung: Wie viele Leads generierst du pro Monat? Wie viele davon sind qualifiziert?
  • Conversion Rate: Wie viele Leads werden zu Kunden?
  • Umsatz: Wie viel Umsatz generierst du pro Kunde?
  • Kundenbindung: Wie lange bleiben deine Kunden bei dir?

Analysiere die Ergebnisse und optimiere deine Strategie entsprechend. Was funktioniert gut? Was funktioniert weniger gut? Wo gibt es Verbesserungspotenzial?

Praxisbeispiel: Stellst du fest, dass du viele Leads generierst, aber nur wenige davon zu Kunden werden, analysiere den Verkaufsprozess. Vielleicht sind deine Vertriebsmitarbeiter nicht optimal geschult. Investiere in Schulungen und verbessere so die Conversion Rate.

Fazit: Raus aus dem Hamsterrad, rein in die strategische Partnerschaft

Der Objektvertrieb im Bauwesen ist mehr als nur das Zählen von Steinen. Es geht darum, strategische Partnerschaften aufzubauen, Mehrwert zu bieten und sich als Experte zu positionieren. Beherzigst du diese Tipps, befreist du dich aus dem Hamsterrad der Preisverhandlungen und wirkst wieder strategisch am Erfolg mit.

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