So unterstützt Marketing den Vertrieb: Erfolgreiche Synergien im Bauunternehmen nutzen

Geschrieben von Timo Jacobi | Dec 17, 2025 8:00:00 AM

Kennst du das Gefühl? Du sitzt vor einem Berg an Daten, Kennzahlen, Reports. Klickraten, Impressionen, Conversion Rates. Alles da, aber irgendwie ergibt es kein klares Bild. Du weißt, dass in diesen Daten wertvolle Informationen schlummern, die dir helfen können, deine Marketingstrategie zu optimieren und deine Zielgruppe in der Baubranche noch besser zu erreichen. Doch wie übersetzt du diese Erkenntnisse in konkreten Erfolg für deinen Vertrieb und schaffst echte Synergien im Bauunternehmen?

Die Herausforderung: Daten als Brücke zwischen Marketing und Vertrieb in der Baubranche

Die Baubranche ist ein komplexer Markt. Lange Entscheidungswege, unterschiedliche Zielgruppen (Architekten, Planer, Bauunternehmen, Handwerker) sowie eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen erschweren die Zusammenarbeit. Oft arbeiten Marketing und Vertrieb in Silos, obwohl sie das gleiche Ziel verfolgen: den Unternehmenserfolg zu steigern. Dabei bieten Daten eine entscheidende Brücke. Entsprechend vielfältig sind die Datenquellen:

  • Website-Analytics: Besucherzahlen, Seitenaufrufe, Verweildauer, Absprungraten
  • Social Media: Reichweite, Engagement, Klicks, Kommentare
  • E-Mail-Marketing: Öffnungsraten, Klickraten, Abmeldungen
  • CRM-System: Leads, Opportunities, Kundenumsätze
  • Marktforschung: Studien, Umfragen, Wettbewerbsanalysen
  • Vertriebsdaten: Aufträge, Margen, Kundenfeedback

Die schiere Menge an Daten kann überwältigend sein. Oft fehlen die Ressourcen oder das Know-how, um die Daten zu strukturieren, zu analysieren und daraus gemeinsame Schlüsse für Marketing und Vertrieb zu ziehen. Das Ergebnis: Entscheidungen werden auf Basis von Bauchgefühl oder veralteten Annahmen getroffen – und das kann teuer werden.

Schritt 1: Definiere gemeinsame Marketing- und Vertriebsziele

Bevor du dich in die Datenanalyse stürzt, müssen Marketing und Vertrieb ihre gemeinsamen Ziele klar definieren. Was wollt ihr gemeinsam erreichen?

  • Qualifizierte Leadgenerierung: Mehr Leads gewinnen, die wirklich zum Vertrieb passen
  • Markenbekanntheit: Die Bekanntheit deiner Marke steigern, um den Vertrieb zu unterstützen
  • Umsatzsteigerung: Den Umsatz mit bestehenden und neuen Kunden gemeinsam erhöhen
  • Kundenbindung: Die Kundenbindung verbessern und die Kundenloyalität stärken
  • Produkt-Launches: Neue Produkte erfolgreich im Markt einführen und verkaufen

Je klarer eure gemeinsamen Ziele definiert sind, desto einfacher wird es, die relevanten Daten zu identifizieren und zu analysieren. Ist euer Ziel beispielsweise die Generierung qualifizierter Leads, die zu erfolgreichen Verkaufsabschlüssen führen, sind Kennzahlen wie die Anzahl der Website-Besucher, die ein Kontaktformular ausfüllen, die Conversion Rate auf Landing Pages oder die Anzahl der qualifizierten Leads aus Social Media Kampagnen relevant.

Schritt 2: Datenquellen identifizieren und integrieren

Im nächsten Schritt gilt es, die relevanten Datenquellen zu identifizieren und zu integrieren. Das bedeutet, die Daten aus den verschiedenen Systemen (Website-Analytics, CRM, Social Media etc.) zusammenzuführen und in einer zentralen Datenbank zu speichern.

Hier kann eine Customer Data Platform (CDP) oder ein Data Warehouse helfen. Diese Systeme ermöglichen es, Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln, zu bereinigen, zu strukturieren und für Marketing und Vertrieb gemeinsam zu analysieren. Achte darauf, dass die gewählte Lösung mit deinen bestehenden Systemen kompatibel ist und die relevanten Datenpunkte erfassen kann. Das CRM-System spielt dabei eine zentrale Rolle, da es die Schnittstelle zwischen Marketing und Vertrieb bildet.

Schritt 3: Die richtigen Kennzahlen (KPIs) auswählen

Nicht jede Kennzahl ist gleich wichtig. Konzentriere dich auf die Key Performance Indicators (KPIs), die wirklich relevant für eure gemeinsamen Marketing- und Vertriebsziele sind. Welche Kennzahlen geben euch Aufschluss darüber, ob ihr eure Ziele erreicht oder nicht?

Hier einige Beispiele für KPIs in der Baubranche, die Marketing und Vertrieb verbinden:

  • Cost per Lead (CPL): Die Kosten pro generiertem Lead – eine Effizienzmessung für Marketing.
  • Lead-to-Opportunity Conversion Rate: Der Prozentsatz der Marketing-Leads, die vom Vertrieb in tatsächliche Verkaufschancen umgewandelt werden – ein direkter Synergie-Indikator.
  • Sales Cycle Length: Die durchschnittliche Zeit vom ersten Kontakt bis zum Abschluss – Marketing kann durch gezielte Information diesen Zyklus verkürzen.
  • Customer Acquisition Cost (CAC): Die Kosten für die Akquise eines neuen Kunden – eine gemeinsame Betrachtung von Marketing- und Vertriebsaufwand.
  • Customer Lifetime Value (CLTV): Der Wert, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung generiert – ein Langfristziel für beide Abteilungen.
  • Return on Investment (ROI): Der Return on Investment eurer Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

Diese KPIs solltest du regelmäßig überwachen und analysieren. So erkennst du frühzeitig, ob eure gemeinsame Strategie funktioniert oder ob Anpassungen erforderlich sind.

Schritt 4: Datenvisualisierung und Reporting für alle Stakeholder

Daten sind nur dann nützlich, wenn sie verständlich aufbereitet werden. Nutze Tools zur Datenvisualisierung, um eure Daten in leicht verständlichen Diagrammen und Grafiken darzustellen.

Erstelle regelmäßige Reports, die die wichtigsten KPIs und Trends aufzeigen. Diese Reports sollten für alle relevanten Stakeholder zugänglich sein – vom Marketingteam über das Vertriebsteam bis zur Geschäftsführung. Achte darauf, dass die Reports nicht nur Zahlen präsentieren, sondern auch Interpretationen und Handlungsempfehlungen enthalten. Warum steigen oder fallen bestimmte Kennzahlen? Welche Maßnahmen können Marketing und Vertrieb ergreifen, um die Ergebnisse zu verbessern?

Ein Praxisbeispiel: Optimierung der Leadgenerierung für den Vertrieb von Dachziegeln

Ein Hersteller von Dachziegeln möchte seine Leadgenerierung über die Website verbessern, um dem Vertrieb bessere Verkaufschancen zu liefern. Bisher werden nur wenige Kontaktformulare ausgefüllt und die Leads sind oft nicht ausreichend qualifiziert. Nach der Analyse der Website-Daten stellt das Marketingteam fest, dass die Besucher zwar viele Seiten aufrufen, aber nur wenig Zeit auf den Seiten mit den Kontaktformularen verbringen. Das Vertriebsteam bestätigt, dass diese Leads oft „kalt“ sind.

Nach weiteren Analysen stellt sich heraus, dass die Kontaktformulare zu kompliziert sind und zu viele Informationen abfragen. Außerdem sind die Call-to-Actions (CTAs) auf der Website nicht prominent genug platziert.

Das Marketingteam entscheidet sich, die Kontaktformulare zu vereinfachen und die CTAs zu optimieren. Gleichzeitig definiert der Vertrieb gemeinsam mit dem Marketing klarere Kriterien für einen „qualifizierten Lead“. Nach einigen Wochen zeigt sich ein deutlicher Erfolg: Die Anzahl der ausgefüllten Kontaktformulare hat sich verdoppelt und – noch wichtiger – die Leads sind nun deutlich besser vorqualifiziert. Der Vertrieb kann diese Leads effizienter bearbeiten, was zu einer Erhöhung der Abschlussquote führt und den Vertriebsprozess beschleunigt.

Schritt 5: Kontinuierliche Optimierung und Anpassung durch Feedbackschleifen

Datenanalyse ist kein einmaliger Prozess, sondern ein kontinuierlicher Kreislauf. Überwache eure KPIs regelmäßig, analysiere die Ergebnisse und passe eure Marketing- und Vertriebsstrategie entsprechend an.

Teste verschiedene Ansätze, um herauszufinden, was am besten funktioniert. A/B-Tests sind ein gutes Beispiel dafür. Teste beispielsweise verschiedene Überschriften, Bilder oder CTAs auf euren Landing Pages, um herauszufinden, welche Variante die höchste Conversion Rate für qualifizierte Leads erzielt. Etabliere zudem regelmäßige Feedbackschleifen zwischen Marketing und Vertrieb: Was lief gut? Wo hakt es? Nur so kann sich das Zusammenspiel kontinuierlich verbessern.

Sei bereit, eure Annahmen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Der Markt verändert sich ständig, und eure gemeinsame Marketing- und Vertriebsstrategie muss sich mit ihm verändern.

Fazit: Datenbasierte Synergien für nachhaltigen Erfolg

Die Baubranche ist ein wettbewerbsintensiver Markt. Um erfolgreich zu sein, müsst ihr eure Zielgruppe genau kennen, eure Marketingaktivitäten optimal ausrichten und eure Ressourcen effizient einsetzen. Datenbasierte Entscheidungen sind dabei unerlässlich – und der Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb.

Indem ihr eure Marketing- und Vertriebsdaten systematisch erfasst, analysiert und interpretiert, könnt ihr:

  • Eure gemeinsame Strategie optimieren
  • Eure Zielgruppe besser erreichen
  • Eure Leadgenerierung verbessern
  • Eure Conversion Rates steigern
  • Euren Umsatz erhöhen
  • Euren Return on Investment maximieren
  • Die Effizienz im Vertrieb steigern
  • Die Zusammenarbeit zwischen den Teams stärken

Verabschiede dich von Bauchgefühl und veralteten Annahmen. Nutze die Macht der Daten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und euren Marketing- und Vertriebserfolg im Bauunternehmen nachhaltig zu steigern.

Du stehst vor der Herausforderung, deine Marketingdaten in der Baubranche optimal zu nutzen und Synergien mit dem Vertrieb zu schaffen? Wir helfen dir gerne dabei. Kontaktiere uns über das nachfolgende Formular, um mehr über unsere Dienstleistungen im Bereich Datenanalyse und Marketingstrategie für die Baubranche zu erfahren. Gemeinsam können wir deine Daten in eine wertvolle Entscheidungsbasis verwandeln und deinen Unternehmenserfolg auf das nächste Level heben.