Projektvertrieb strategisch aufsetzen und dauerhaft im Unternehmen verankern

Geschrieben von Timo Jacobi | Jan 30, 2026 7:15:00 AM

Dein Vertriebsteam gibt alles, Angebote sind draußen, doch die Abschlussquote stagniert. Du siehst das Potenzial, aber etwas hemmt euch. Die Vertriebsleitung steht unter Druck, die Zahlen müssen stimmen – und du fragst dich, wo du konkret ansetzt.

Im komplexen Umfeld der Bauzulieferindustrie reicht ein Produktkatalog und ein freundliches Lächeln längst nicht mehr aus. Um im Projektvertrieb wirklich erfolgreich zu sein, musst du deine Prozesse strategisch analysieren, konsequent optimieren und auf die spezifischen Bedürfnisse deiner Kunden zuschneiden. So verankerst du den Erfolg langfristig in deinem Unternehmen.

1. Datengestützte Entscheidungen: Verabschiede dich vom Bauchgefühl

Im Vertrieb ist es wie auf der Baustelle: Ohne präzise Planung und Vermessung kannst du keine stabilen Ergebnisse erzielen. Du benötigst klare Daten, um zu verstehen, was funktioniert und was nicht.

Das Problem: Viele Vertriebsteams verlassen sich noch auf ihr Bauchgefühl oder veraltete Kennzahlen. Sie erfassen zwar die Anzahl der versendeten Angebote, wissen aber nicht, welche Kanäle am effektivsten sind, welche Kundensegmente die höchste Abschlusswahrscheinlichkeit aufweisen oder wo im Verkaufsprozess die meisten Interessenten abspringen.

Die Lösung: Implementiere ein CRM-System (Customer Relationship Management) und nutze es aktiv. Erfasse alle relevanten Daten über deine Kunden, Kontakte, Angebote und Vertriebsaktivitäten. Analysiere diese Daten regelmäßig, um Trends zu erkennen, Engpässe zu identifizieren und deine Vertriebsstrategie zielgerichtet anzupassen.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Fassadensystemen bemerkte, dass seine Vertriebsmitarbeiter viel Zeit mit Anfragen aus dem Einfamilienhausbereich verbrachten, obwohl diese nur einen geringen Umsatzanteil lieferten. Die Analyse der CRM-Daten zeigte: Das Unternehmen muss seine Ressourcen auf größere Bauprojekte und Bauträger konzentrieren. Das Ergebnis war eine deutliche Steigerung der Abschlussquote.

2. Vom Produktverkäufer zum Lösungsanbieter: Verstehe die Herausforderungen deiner Kunden

In der Bauzulieferindustrie verkaufst du nicht nur Produkte, sondern bietest Lösungen für komplexe Probleme an. Deine Kunden – Architekten, Bauleiter, Projektentwickler – stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Termindruck, Budgetbeschränkungen, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Das Problem: Viele Vertriebsmitarbeiter konzentrieren sich zu stark auf Produktmerkmale und -vorteile, anstatt die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer Kunden zu verstehen. Sie präsentieren ihre Produkte als die beste Lösung für alle Fälle, ohne auf die individuellen Projektanforderungen einzugehen.

Die Lösung: Schul deine Vertriebsmitarbeiter darin, aktiv zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Sie müssen die Herausforderungen ihrer Kunden erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die diese Herausforderungen gezielt adressieren.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Dämmstoffen schulte seine Vertriebsmitarbeiter darin, nicht nur die technischen Daten seiner Produkte zu präsentieren, sondern auch die Auswirkungen auf die Energieeffizienz und die Lebenszykluskosten von Gebäuden zu erklären. So überzeugten sie Architekten und Bauherren, dass ihre Produkte eine langfristige und wirtschaftliche Investition sind.

3. Digitale Vertriebskanäle: Nutze das Potenzial des Internets

Das Internet hat die Art und Weise, wie Bauzulieferer ihre Produkte verkaufen, grundlegend verändert. Immer mehr Kunden informieren sich online über Produkte und Anbieter, bevor sie Kontakt aufnehmen.

Das Problem: Viele Unternehmen der Bauzulieferindustrie sind noch nicht ausreichend digitalisiert. Ihre Website ist oft veraltet, nicht mobiloptimiert oder bietet keine relevanten Informationen für potenzielle Kunden. Sie vernachlässigen Social Media, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und andere digitale Vertriebskanäle.

Die Lösung: Investiere in eine moderne, benutzerfreundliche Website, die deine Produkte und Dienstleistungen optimal präsentiert. Optimiere deine Website für Suchmaschinen, um von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Nutze Social Media, um mit deiner Zielgruppe zu interagieren, dein Fachwissen zu teilen und Leads zu generieren.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Bauchemieprodukten erstellte eine Reihe informativer Blogbeiträge und Videos, die sich mit den häufigsten Problemen bei der Verarbeitung von Bauchemieprodukten befassten. Diese Inhalte veröffentlichte er auf seiner Website und in den Social-Media-Kanälen des Unternehmens. Das Unternehmen erhöhte dadurch seine Reichweite deutlich, generierte neue Leads und positionierte sich als Experte in seinem Bereich.

4. Lead-Qualifizierung: Konzentriere dich auf die richtigen Interessenten

Nicht jeder Interessent ist ein potenzieller Kunde. Du qualifizierst deine Leads, um deine Vertriebsressourcen auf die vielversprechendsten Kontakte zu konzentrieren.

Das Problem: Viele Vertriebsteams verbringen zu viel Zeit mit der Bearbeitung von Leads, die letztendlich nicht zum Abschluss führen. Das führt zu Frustration, Ineffizienz und verpassten Chancen.

Die Lösung: Definiere klare Kriterien für die Qualifizierung von Leads. Frage deine Interessenten nach ihren Bedürfnissen, ihrem Budget, ihrem Zeitrahmen und ihrer Entscheidungsbefugnis. Konzentriere dich auf die Leads, die am besten zu deinem Unternehmen und deinen Produkten passen.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Fenstern und Türen entwickelte ein Online-Tool, mit dem Interessenten ihre Produkte nach ihren individuellen Bedürfnissen konfigurieren. Am Ende des Prozesses fragte das Tool die Interessenten nach ihren Kontaktdaten und nach einigen projektspezifischen Informationen. Diese Informationen nutzte der Hersteller, um die Leads zu qualifizieren und Vertriebsressourcen gezielt auf die vielversprechendsten Kontakte zu konzentrieren.

5. Kontinuierliche Verbesserung: Bleibe am Ball

Die Optimierung deiner Vertriebsprozesse ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Du überwachst deine Ergebnisse regelmäßig, beobachtest neue Trends und Technologien und passt deine Strategie entsprechend an.

Das Problem: Viele Unternehmen der Bauzulieferindustrie sind zu träge, um sich an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen. Sie halten an alten Vertriebsmethoden fest, obwohl diese nicht mehr effektiv sind.

Die Lösung: Etabliere einen regelmäßigen Überprüfungsprozess für deine Vertriebsprozesse. Analysiere deine Daten, sammle Feedback von deinen Kunden und Vertriebsmitarbeitern und experimentiere mit neuen Vertriebsmethoden und Technologien.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Heizungsanlagen führte regelmäßig Kundenbefragungen durch, um herauszufinden, wie er seine Produkte und Dienstleistungen verbessert. Die Ergebnisse der Befragungen nutzte er, um neue Produktmerkmale zu entwickeln, den Kundenservice zu optimieren und die Vertriebsprozesse anzupassen.

Fazit:

Die strategische Optimierung deiner Vertriebsprozesse ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg in der Bauzulieferindustrie. Durch datengestützte Entscheidungen, kundenzentriertes Denken, den Einsatz digitaler Vertriebskanäle, präzise Lead-Qualifizierung und kontinuierliche Verbesserung steigerst du deine Abschlussquote, senkst deine Vertriebskosten und verbesserst deine Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft. So verankerst du einen starken Projektvertrieb fest in deinem Unternehmen.

Du bist bereit, deine Vertriebsprozesse auf das nächste Level zu heben? Wir unterstützen dich dabei! Kontaktiere uns über das untenstehende Formular und finde mit uns heraus, wie wir deine Vertriebsziele erreichen.