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Mehr Aufträge, weniger Stress: So optimierst du den Innendienst

Timo Jacobi
Timo Jacobi

Stell dir vor: Dein Schreibtisch ist aufgeräumt, die Angebotsanfragen trudeln digital ein und werden automatisch priorisiert. Deine Vertriebsmitarbeiter haben alle Informationen, die sie brauchen, um maßgeschneiderte Angebote zu erstellen – und das in Rekordzeit. Die Folge: Mehr Aufträge, zufriedenere Kunden und ein entspannteres Innendienstteam. Klingt utopisch? Ist es nicht.

Die Realität im Innendienst von Bauzulieferern sieht oft anders aus: Berge von E-Mails, unübersichtliche Excel-Listen, fehlende Informationen und ein ständiger Kampf gegen die Zeit. Angebotsmanagement ist mehr als nur das Tippen von Preisen in ein Formular. Es ist ein komplexer Prozess, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Du bist nicht allein. Viele Innendienstleitungen in der Bauzulieferindustrie stehen vor ähnlichen Herausforderungen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dein Angebotsmanagement optimierst und so die Effizienz steigerst, Fehler minimierst und letztendlich mehr Aufträge gewinnst.

1. Die Angebotsflut beherrschen: Klare Prozesse für mehr Übersicht

Der erste Schritt zu einem effizienten Angebotsmanagement ist die Schaffung klarer Prozesse. Denn ohne Struktur versinkt man schnell in der Angebotsflut.

Das Problem: Angebotsanfragen kommen über verschiedene Kanäle (E-Mail, Telefon, Website) herein und landen oft ungefiltert im Posteingang. Informationen sind unvollständig oder fehlen ganz. Die Folge: Zeitraubende Rückfragen, Missverständnisse und unnötige Verzögerungen.

Die Lösung: Implementiere einen zentralen Eingangskanal für Angebotsanfragen. Das kann ein CRM-System, ein Ticketsystem oder eine speziell dafür entwickelte Software sein. Wichtig ist, dass alle Anfragen an einem Ort gesammelt, kategorisiert und priorisiert werden.

  • Formulardesign: Stelle sicher, dass das Anfrageformular alle relevanten Informationen abfragt: Produktspezifikationen, Mengen, Liefertermine, Bauprojekt-Details, Ansprechpartner. Je vollständiger die Anfrage, desto schneller und präziser kann das Angebot erstellt werden.
  • Priorisierung: Definiere Kriterien für die Priorisierung von Anfragen. Große Projekte? Bestandskunden? Anfragen mit kurzen Lieferzeiten? Lege fest, welche Anfragen zuerst bearbeitet werden müssen.
  • Workflow: Definiere einen klaren Workflow für die Bearbeitung von Anfragen: Eingang – Prüfung – Zuweisung – Angebotserstellung – Freigabe – Versand – Nachverfolgung. Jeder Schritt sollte klar definiert und von einem Verantwortlichen übernommen werden.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Fassadensystemen führte ein CRM-System ein, in dem alle Angebotsanfragen zentral erfasst werden. Durch ein intelligentes Formular werden alle relevanten Informationen abgefragt. Anfragen von Bestandskunden mit Rahmenverträgen werden automatisch priorisiert. Das Ergebnis: Die Bearbeitungszeit der Angebote konnte um 30% reduziert werden.

2. Wissen ist Macht: Zentralisierte Daten für fundierte Angebote

Ein effizientes Angebotsmanagement basiert auf einer soliden Datenbasis. Denn nur wer alle relevanten Informationen zur Hand hat, kann fundierte und wettbewerbsfähige Angebote erstellen.

Das Problem: Produktinformationen, Preise, Rabatte, Lieferzeiten sind über verschiedene Systeme und Dateien verstreut. Vertriebsmitarbeiter müssen mühsam recherchieren und Informationen zusammensuchen. Das kostet Zeit und erhöht das Risiko von Fehlern.

Die Lösung: Schaffe eine zentrale Wissensdatenbank, in der alle relevanten Informationen gespeichert und aktualisiert werden. Das kann ein PIM-System (Product Information Management), ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) oder ein speziell dafür entwickeltes Knowledge Management System sein.

  • Produktinformationen: Stelle sicher, dass alle Produktinformationen (Technische Daten, Bilder, Zertifikate, Anwendungsbeispiele) zentral gespeichert und leicht zugänglich sind.
  • Preislisten: Halte die Preislisten aktuell und hinterlege Sonderkonditionen für bestimmte Kunden oder Projekte.
  • Wissensdatenbank: Erstelle eine Wissensdatenbank mit FAQs, Best Practices, Referenzprojekten und Schulungsmaterialien. So können Vertriebsmitarbeiter schnell Antworten auf häufige Fragen finden.
  • CRM-Integration: Integriere das CRM-System mit der Wissensdatenbank, um Vertriebsmitarbeitern direkten Zugriff auf alle relevanten Informationen zu ermöglichen.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Dämmstoffen implementierte ein PIM-System, in dem alle Produktinformationen zentral gespeichert werden. Die Vertriebsmitarbeiter können nun direkt aus dem CRM-System auf die aktuellen Daten zugreifen und maßgeschneiderte Angebote erstellen. Das Ergebnis: Die Qualität der Angebote konnte deutlich verbessert werden.

3. Automatisierung als Gamechanger: Prozesse beschleunigen und Fehler minimieren

Automatisierung ist ein Schlüssel zur Effizienzsteigerung im Angebotsmanagement. Denn repetitive Aufgaben können automatisiert werden, sodass sich die Mitarbeiter auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.

Das Problem: Viele Aufgaben im Angebotsmanagement sind repetitiv und zeitaufwendig: Dateneingabe, Angebotserstellung, Versand, Nachverfolgung. Diese manuellen Prozesse sind fehleranfällig und binden wertvolle Ressourcen.

Die Lösung: Automatisiere Prozesse durch den Einsatz von Software und Tools.

  • Automatisierte Angebotserstellung: Nutze Software zur automatisierten Angebotserstellung. Diese Systeme können auf Basis der Kundendaten und Produktspezifikationen automatisch Angebote generieren.
  • CRM-Integration: Integriere das CRM-System mit der Angebotssoftware, um Daten automatisch zu übertragen und Doppelarbeit zu vermeiden.
  • E-Mail-Marketing Automation: Automatisiere die Nachverfolgung von Angeboten durch den Einsatz von E-Mail-Marketing Automation. Versende automatische Erinnerungen und Follow-up-E-Mails.
  • Workflow-Automation: Automatisiere den Workflow für die Bearbeitung von Anfragen. Sorge dafür, dass Anfragen automatisch an den zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Befestigungstechnik setzte eine Software zur automatisierten Angebotserstellung ein. Die Software greift auf die Daten aus dem CRM-System und dem PIM-System zu und generiert automatisch maßgeschneiderte Angebote. Das Ergebnis: Die Angebotsbearbeitungszeit konnte um 50% reduziert werden.

4. Kommunikation ist Trumpf: Zusammenarbeit verbessern und Missverständnisse vermeiden

Ein reibungsloser Informationsfluss ist entscheidend für ein erfolgreiches Angebotsmanagement. Denn nur wenn alle Beteiligten gut informiert sind, können Fehler vermieden und Projekte erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Problem: Die Kommunikation zwischen Innendienst, Außendienst, Technik und Produktion ist oft unzureichend. Informationen gehen verloren oder werden falsch interpretiert. Das führt zu Missverständnissen, Fehlern und Verzögerungen.

Die Lösung: Verbessere die Kommunikation und Zusammenarbeit durch den Einsatz von Collaboration Tools und klaren Kommunikationsrichtlinien.

  • Collaboration Tools: Nutze Collaboration Tools wie Microsoft Teams, Slack oder Asana, um die Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern.
  • Regelmäßige Meetings: Führe regelmäßige Meetings mit allen Beteiligten durch, um den Informationsaustausch zu fördern und Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Klare Kommunikationsrichtlinien: Definiere klare Kommunikationsrichtlinien für die Bearbeitung von Anfragen und Angeboten. Lege fest, wer für welche Informationen verantwortlich ist und wie die Kommunikation erfolgen soll.
  • CRM-System: Nutze das CRM-System, um die Kommunikation zu dokumentieren und alle Informationen zentral zu speichern.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Industrietoren führte Microsoft Teams ein, um die Kommunikation zwischen Innendienst, Außendienst und Produktion zu verbessern. In Teams wurden Kanäle für verschiedene Projekte eingerichtet, in denen alle relevanten Informationen ausgetauscht werden. Das Ergebnis: Die Zusammenarbeit konnte deutlich verbessert werden und die Fehlerquote sank.

5. Erfolg messen und optimieren: Kennzahlen im Blick behalten und Verbesserungspotenziale identifizieren

Nur wer seine Leistung misst, kann sie auch verbessern. Denn Kennzahlen liefern wertvolle Einblicke in die Effizienz des Angebotsmanagements und zeigen Verbesserungspotenziale auf.

Das Problem: Viele Unternehmen messen die Leistung ihres Angebotsmanagements nicht oder nur unzureichend. Es fehlen Kennzahlen, um die Effizienz zu beurteilen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Die Lösung: Definiere relevante Kennzahlen und tracke sie regelmäßig.

  • Angebotsbearbeitungszeit: Wie lange dauert es von der Anfrage bis zum Versand des Angebots?
  • Angebotsquote: Wie viele Angebote werden in Aufträge umgewandelt?
  • Durchschnittlicher Auftragswert: Wie hoch ist der durchschnittliche Auftragswert?
  • Kundenzufriedenheit: Wie zufrieden sind die Kunden mit dem Angebotsprozess?
  • Fehlerquote: Wie viele Fehler treten bei der Angebotserstellung auf?

Analysiere die Kennzahlen regelmäßig und leite daraus Maßnahmen zur Verbesserung ab. Wo gibt es Engpässe? Wo können Prozesse optimiert werden? Wo besteht Schulungsbedarf?

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Heizungssystemen trackte die Angebotsbearbeitungszeit und stellte fest, dass diese bei komplexen Projekten deutlich länger war als bei Standardprojekten. Daraufhin wurden spezielle Schulungen für die Vertriebsmitarbeiter angeboten, um die Bearbeitungszeit bei komplexen Projekten zu reduzieren. Das Ergebnis: Die Angebotsbearbeitungszeit konnte deutlich verkürzt werden.

Fazit:

Ein optimiertes Angebotsmanagement ist kein Hexenwerk. Mit klaren Prozessen, einer zentralen Wissensdatenbank, Automatisierung, verbesserter Kommunikation und regelmäßiger Leistungsmessung kannst du die Effizienz deines Innendienstes deutlich steigern, Fehler minimieren und letztendlich mehr Aufträge gewinnen. Du wirst sehen, der Stress sinkt und die Erfolge steigen.

Du möchtest dein Angebotsmanagement auf das nächste Level heben? Wir unterstützen dich gerne dabei! Kontaktiere uns über das untenstehende Formular und wir analysieren gemeinsam deine Prozesse und entwickeln eine maßgeschneiderte Lösung für dein Unternehmen.

 

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